Es trafen sich etwa 10 Personen, um über das Thema Mobilität bzw. einfach den Verkehr in Viktring zu sprechen.

Mit dabei war dankenswerter Weise auch Cornelia Klein, mit ihrer Freizeit-Assistentin und dem Rolli.

Zu Beginn hat Christian Hassler kurz über den Mobilitätsmasterplan 2035 (MOMAK) des Landes Kärnten (zuständiger politischer Referent Rolf Holub) berichtet. Dadurch soll der Verkehr in Kärnten auf die Formel 20:40:40 gebracht werden, sprich 20% öffentlicher Verkehr (würde eine Verdopplung bedeuten), 40% Radfahren und zu Fuß gehen und nur mehr 40% motorisierter Individualverkehr (aktuell 77%).

Um dieses Ziel erreichen zu können, braucht es messbare Indikatoren. Zum Beispiel können das die Anzahl der Siedlungskerne, die Erreichbarkeit von Haltestellen oder die Reisezeiten in Bezirksstädte sein. All dies soll merklich verbessert werden.

Ganz entscheidend für die Annahme der verbesserten Angebote ist aber das jeweilige Umsteigen von einem Verkehrsmittel auf das Andere. Den dafür notwendigen Mobilitätsknoten wird besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

Link: http://www.ktn.gv.at/306640_DE-MoMaK-News

Aktuell wird in Klagenfurt das neue, nach Durchführung einer großen Umfrage, erstellte Leitbild präsentiert. Die Landeshauptstadt soll demzufolge als „Stadt der Begegnung“ dargestellt und wahrgenommen werden. Das Leitbild soll in den nächsten Wochen in den einzelnen Bezirken Klagenfurts der Bevölkerung vorgestellt und mit dieser be-/erarbeitet werden.

Da man sich zu Fuß, im Bus bzw. auch am Rad besser und öfter begegnet, als wenn man mit dem Auto unterwegs ist, wird auch hier am Weg zur „Stadt der Begegnung“ das Mobilitätsverhalten der Klagenfurter/innen wesentlich sein. Verstärkt dadurch, dass Plätze und Räume geschaffen werden müssen, in/an denen man sich gerne begegnet, aufhält und verweilt.

Bereits während den Erläuterungen dazu begann eine lebhafte Diskussion um die Anliegen und Probleme von uns allen im Alltagsverkehr.

 

Dabei wurde schnell klar, was uns wichtig ist:

  • Pünktliche STW Busse
  • Höfliches Verhalten an den Bushaltestellen
  • Nahegelegene Haltestellen, Stichwort Keltenstraße
  • Durchgehende Radwege
  • Direkte Radwegeverbindungen
  • Rasches Umschalten der Ampelschaltungen
  • Durchgängige Fußwegeverbindungen in Viktring
  • Häufigere Busverbindungen
  • Obstbäume/-gärten an Bushaltestellen
  • Haltstellen mit Blinden-gerechter Ausstattung
  • Schneeräumung der Bushaltestellen
  • Intakte Halte-Anmeldebuttons in Bussen

 

Zahlreiche dieser Punkte wurden uns von Cornelia Klein anschaulich vor Augen geführt und aus der Sicht von Menschen mit Behinderung nähergebracht. Insbesondere das Drängeln ist für alle Teilnehmer/innen am öffentlichen Verkehr sehr störend und ein Dauerbrenner in Klagenfurt.

Aus der regen und lebhaften Gesprächsrunde ergaben sich auch mehrere Anknüpfungspunkte für zukünftige Treffen:

  • Höflichkeit an Bushaltestellen; Ideen und Maßnahmen dazu
  • Übersetzungstätigkeit in leicht verständliche Sprache
  • Regelungen und Möglichkeiten der Assistenz für Menschen mit Behinderung
  • Sackgassen und Wege mit Durchgangsrecht in Viktring
  • Allgemeine Ideensammlung für die Leitbild-Diskussion in Viktring und ev. auch zur Fachkonferenz für Fußgänger/innen 2017 in Klagenfurt

Wiederum zeigte sich an diesem Nachmittag, dass zum Thema Verkehr bzw. Mobilität sehr rasch eine Vielzahl an Diskussionsbeiträgen, Ideen und Vorschlägen von jeder/m einzelnen möglich sind. Anknüpfungspunkte zu anderen Themen des alltäglichen Lebens gibt es zahlreiche, wodurch auch interessante Nebenaspekte rasch einfließen und angesprochen werden können.

Nach wie vor betrifft dieser Themenkreis einen Großteil der Viktringer Bevölkerung. Daher soll auch weiterhin versucht werden, dieses Interesse zu nutzen, um so aktiv Einfluss auf Entscheidungen der Stadt zu nehmen.

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