Liebe Viktringer RadfahrerInnen!

Hier ein kurzer Bericht über unseren Informations- und Diskussionsabend am 18/05/2015 im Gemeindezentrum Viktring:

Nach den diversen Vorbereitungen (Organisieren, Plakatieren, Mobilisieren, etc.) waren wir letztendlich sehr erfreut, etwa 40-45 Personen bei der Veranstaltung begrüßen zu können. Darunter waren auch Bürgermeisterin Dr. Mathiaschitz, Vizebürgermeister Scheider und Stadtrat Frey. Bereits das zeigt, dass wir mit unseren Wünschen und Anliegen nicht alleine sind und diese durchaus Gehör finden.

 Nach den einleitenden Worten von Beatrice Bednar berichtete Johannes Wohlfahrt über die Entwicklung unserer Anliegen aus dem Jahr 2014. Daraus wurde ersichtlich, dass die Mehrzahl davon bisher nicht umgesetzt wurde. Sehr wohl sind diese aber im Radwegekonzept für Klagenfurt (erstellt im Sommer 2014) enthalten. Ein Grund für die mangelnde Umsetzung war/ist sicher auch, dass der damals zuständige Stadtrat Steinkellner zwischenzeitlich aus der Politik ausgeschieden ist, und dass im Frühjahr 2015 Gemeinderatswahlen, inkl. Wahlkampf davor, mit einer nun starken personellen Veränderung der Stadtregierung, stattgefunden haben.
In der folgenden Diskussion kristallisierte sich als wesentliches Anliegen die Situation Waidmannsdorfer Straße/Gendarmeriestraße/Keutschacher Straße heraus. Hier kommt es häufig zu gefährlichen Zwischenfällen zwischen Autofahrern, Radfahrern und/oder Fußgängern. Im Falle eines Unfalls ist dabei automatisch der Radfahrer bzw. Fußgänger der schwächere und somit leidtragende Verkehrsteilnehmer. Laut Auskunft der Politiker ist die Planung einer für alle Beteiligten sicheren Gestaltung der Verkehrswege aufgrund der Grundstückseigentumsverhältnisse nach wie vor schwierig und ungeklärt!
Trotzdem wurde von den Politiker/innen gesagt, dass man optimistisch sei dieses Problem gemeinsam (mit uns?!) zu lösen. Von Vizebürgermeister Scheider ergeht hierzu auch eine Gesprächseinladung an uns. Die Thematik stieß auf reges Interesse der Medien und führte zu Berichten in der Kleinen Zeitung und in der Kronenzeitung.

Anschließend stellten wir eine von uns initiierte und teilweise umgesetzte Idee vor, nämlich eine zentrale Forderung aus 2014, die sichere Radroute von Viktring in die Innenstadt - RK1. Diese ist seit einigen Wochen durchgehend beschildert, sodass man sie auch als Nicht-Klagenfurter bzw. mit Kindern einfach findet. Die Route folgt fast zur Gänze unseren Vorschlägen. Ob eine zusätzliche bzw. alternative Bodenmarkierung sinnvoll bzw. erforderlich ist, wird von den Fachleuten noch diskutiert, ebenso ob das Design der Beschilderung nochmals geändert wird (um konsistent mit den überregionalen Radwegen zu sein). Einige Stellen entlang des RK1, z.B. Querung Siebenhügelstraße, Ausfahrt Messe Nord (Ausstellungsstraße – Richard Wagner Str.), sollten noch adaptiert und sicherer gestaltet werden. Wir werden diese Anliegen auch in einer Arbeitsgruppe des Landes Kärnten zum Radverkehr einbringen.

Danach wurde ein heuer im April an den Schulen in Viktring (VS, NMS und BRG) eigeninitiativ durchgeführtes Schulprojekt, bike2School – unter Anwesenheit der Direktoren der VS, Herrn Schwarz, und NMS, Herrn Czadilek - vorgestellt.
Im Zuge des jeweiligen Projektstages wurde gemeinsam mit Schüler/innen der 4. und 5. Schulstufe eine Karte erarbeitet, die die Radwege zu den Schulen in Viktring sowie Verbindungen in die Innenstadt darstellt, Schwach- und Gefahrenstelle im Schulumfeld aufzeigt und den Handlungsbedarf zur Verbesserung der sicheren Erreichbarkeit der Schulen mit dem Fahrrad festhält.
Begleitend setzen sich die Schüler/innen mit Themen rund ums Radfahren (Gesundheit, Schulumfeld, Technik, Geschichte) auseinander.
Neben dem Interesse und der Begeisterung der Schüler, war dabei die grundsätzliche Bereitschaft der Schulen und Unterstützung der Direktor/innen und Lehrer/innen sehr erfreulich. Das Projekt zeigte, dass Radfahren bei den Kindern enormes Potential hat, und uns wie schön es ist, ein Projekt von der ersten Idee über die Entwicklung bis zur Umsetzung frei gestalten und letztendlich so durchführen zu können.

Außerdem wurde auf den zwischenzeitlich stattgefundenen österreichischen Radgipfel 2015 und die im Anschluss daran durchgeführte Radparade hingewiesen und verdeutlicht, wie wichtig diese Veranstaltung als Impuls und Chance für das Land Kärnten und insbesondere für die Landeshauptstadt ist.

Bei der abschließenden Diskussion wurden neben der schon erwähnten Situation Waidmannsdorfer Straße/Gendarmeriestraße/Keutschacher Straße noch folgende weiteren Punkte angesprochen:
- häufige Anfang/Ende Beschilderung und Markierungen auf Radwegen,
- fehlende Radfahrüberfahrten,
- lange Wartezeiten an Ampeln,
- Umwegführung der Radwege.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass großes Interesse an der Thematik Radfahren-Radverkehrsinfrastruktur besteht, die Bürger/innen sehr wohl bereits sind sich auch selbst einzubringen und seitens der politischen Entscheidungsträger Bereitschaft zur Verbesserung und Veränderung in unserem Sinne besteht.
Das heißt: dran bleiben und nicht locker lassen!

 

Schöne Fahr!Rad-Saison wünschen

Christian Hassler
mit Hannes Wohlfahrt und
Beatrice Bednar

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