Thema Ortsteilentwicklung

Wir alle erleben seit März 2020 eine Zeit der Reduktion. Wer Glück hat, den trifft „nur“ die Beschränkung seiner/ihrer sozialen Kontakte. Viele kämpfen in vielen anderen Bereichen – um Wiederherstellung ihrer Gesundheit, darum, Homeschooling und Job zu vereinbaren und/oder fürchten um ihre finanzielle Existenz.

Als örtliches Bildungswerk mussten auch wir alle Veranstaltungen absagen bzw. verschieben.
Um den Kontakt zu den Menschen nicht zu verlieren, starteten wir am Donnerstag, den 21. Jänner mit einem ZOOM-Meeting in das Jahr 2021. Das Thema – Ortsentwicklung in Viktring – gewinnt zunehmend an Wichtigkeit. Viele Flächen, die jetzt noch anarchisch vor sich hinwachsen dürfen und dem Wasser eine Fläche zum Versickern bieten und vielen Insekten Leben gewähren, stehen vor dem Zubetonieren. Diese Wiesen lassen auch dem Auge ein Umherschweifen im Raum, lassen Aussichten und Blickachsen zu, bringen Grün in das Grau und Weiß der Bauten.

Diese Wiese zwischen der Bushaltestelle Siebenbürgengasse und den Wohnblocks wird komplett verbaut.               Foto: Sabine Biedermann

 

Es meldeten sich 12 Personen an. Nach der offiziellen Begrüßung informierten wir die Teilnehmer*innen über uns bekannte Bebauungsvorhaben und den Stand der Planungen etc.:

  • Zwickelwiese bei der Haltestelle Siebenbürgengasse: Bauherr ist die Raiffeisen – Bank. Die gesamte Wiese wird verbaut, ein Durchgang für die Fußgänger zur Haltestelle bleibt. Lt. öffentlicher Information (Gemeindezentrum, November 2019) sind 38 Autoabstellplätze vorgesehen.
  • Wiese in der Abstimmungsstraße (gegenüber der Billa -Filiale: A2 Widmung, d.h. für kleine Gewerbe und Nahversorger/Wohnbau (Stadtplanung). Ein Supermarkt in der Größe der Billa-Filiale wäre jederzeit möglich. Eine allfällige Umwidmung würde sich nur auf eine größere Verkaufsfläche beziehen.
  • Gemeindezentrum wird umgebaut: Projektstart mit Planungen und Ausschreibungen ist für 2021 (nach der Wahl) geplant. Sinnvoll wäre ein Entwicklungsprozess mit Bürger*innenbeteiligung und professioneller Begleitung und Moderation. (Lt- Stadtrat Geiger, der einen gemeinsamen Prozess befürwortet.)

Wir fragten nach, ob jemand etwas über andere Bauvorhaben in diesem zentralen Raum Viktring-Ort wisse. Zwei weitere Vorhaben wurden von Teilnehmer*innen bekannt gemacht:

  • Tirolerweg: 74 Wohnungen, Baubeginn Frühling 2021
  • Edelweißgasse: Auf dem ehemaligen Gärtnereigelände der Gärtnerei Hahn sollen Reihenhäuser oder Wohnungen entstehen. Genaueres wusste niemand.

Es gab einen regen Austausch über Möglichkeiten, eine breitere Initiative auf die Füße zu stellen, um einen Bürgerbeteiligungsprozess zu beginnen. Danach erörterten wir die Verkehrssituation an mehreren Stellen unter Veranschaulichung mit Google Street View.

  • Kreisverkehr
  • Kreuzungsbereich Keutschacherstraße – Ferdinand-Wedenig-Straße

Dass die Lösung der Verkehrsproblematik mitgedacht werden muss, wurde dabei allen klar.
Zum Schluss fassten wir zusammen, wie die nächsten Schritte aussehen könnten. Wir vereinbarten einen Termin, bis wann sich an der Mitarbeit interessierte Personen melden sollten. Es wird eine Verschriftlichung der Ideen als Diskussionsgrundlage geben und ein neuerliches Treffen – wenn notwendig, wieder über Zoom.

Wo kommt man da ins Ortszentrum???Blick vom Stadion nach Viktring…erinnert an eine Satellitenstadt……
                                                                                              Foto: Sabine Biedermann